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Rauhnächte

  • Autorenbild: Hubert Schewe
    Hubert Schewe
  • 24. Dez. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Jan. 2025

Im Allgemeinen habe ich eine gute geografische Orientierung. Selbst in fremden Städten finde ich ohne Karte oder digitale Hilfe meist meinen Weg. Meistens. Gelegentlich liege ich nur leicht daneben, doch manchmal weiche ich so stark vom Ziel ab, dass ich mir zunächst nicht erklären kann, wie es dazu kommen konnte.

Wenn ich dann mithilfe einer Karte die Situation analysiere, zeigt sich, dass viele kleine Abweichungen zusammen die große Entfernung zum Ziel ergeben. Hätte ich zwischendurch immer wieder meine Route überprüft, etwa mit dem Handy, wäre ich wohl auf Kurs geblieben. Nicht umsonst ist bei modernen, agilen Arbeitsmethoden wie Scrum oder Design Thinking das regelmäßige Überprüfen des Arbeitsstandes und anschließende Neujustieren ("inspect and adapt") ein zentraler Bestandteil.


Ähnlich verhält es sich mit meinen persönlichen Zielen. Oft konzentriere ich mich auf den nächsten Schritt oder den nächsten Meilenstein. Das ist gut für Fokus und Motivation. Wenn ich jedoch nicht ab und zu überprüfe, ob der Meilenstein tatsächlich auf dem richtigen Weg liegt oder ob es nach seinem Erreichen unerwartete Abweichungen gibt, riskiere ich, mich von meinem eigentlichen Ziel zu entfernen.


Die Rauhnächte zwischen den Jahren nutze ich daher bewusst, um zu reflektieren: Welche Meilensteine habe ich erreicht? Welche liegen im kommenden Jahr vor mir? Und vor allem: Wie fügen sich diese in die Bedeutung meiner langfristigen Ziele ein?

Sonnenaufgang in kalter Natur

Manchmal stelle ich fest, dass ein Meilenstein seine Relevanz verloren hat. Gelegentlich hat sein Erreichen mich zwar einem Ziel nähergebracht, jedoch auf Kosten eines anderen. Es passiert auch, dass ich merke, wie sehr ich einen Teilschritt verfolgt habe – so hartnäckig, dass meine Haltung verkrampft oder zu kopflastig geworden ist.

Dann besinne ich mich daraun, dass wichtige Ziele Zeit brauchen, um zu reifen. Gelassenheit, Loslassen, das Aufladen der eigenen Batterien und eine hoffnungsvolle Neuausrichtung sind oft zielführender. Genau dafür sind die Rauhnächte für mich ideal.


Was sind die Rauhnächte?

Die Rauhnächte haben ihren Ursprung in alten Traditionen und Mythen. In vielen Kulturen galten sie als Zeit, in der die Schleier zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt besonders dünn sind. Es hieß, dass Träume, Zeichen und Intuitionen in dieser Zeit von besonderer Bedeutung sind. Jede der zwölf Nächte steht symbolisch für einen Monat des kommenden Jahres. 

In der modernen Welt werden die Rauhnächte immer häufiger als Gelegenheit genutzt, um innezuhalten, Vergangenes zu verabschieden und sich bewusst auf das kommende Jahr auszurichten. In diesem Blogartikel gebe ich Dir Impulse, wie Du die Rauhnächte in Deinen Alltag integrieren kannst, um Klarheit zu gewinnen und neue Kraft für Deine persönliche Entwicklung zu schöpfen. 



Die Rauhnächte als Coaching-Werkzeug 

Als Coach lade ich Dich ein, die Rauhnächte bewusst zu nutzen, um Dein inneres Gleichgewicht zu stärken und neue Perspektiven zu entwickeln. Hier sind einige Ideen, wie Du diese Zeit gestalten kannst: 

 

1. Tägliche Reflexion 

   Nimm Dir Zeit, um über das vergangene Jahr nachzudenken. Stell Dir Fragen wie: 

   - Was lief gut, und wofür bin ich dankbar? 

   - Welche Herausforderungen habe ich gemeistert? 

   - Was möchte ich hinter mir lassen? 

2. Visionen für das neue Jahr entwickeln 

   Nutze die Zeit, um Dich bewusst mit Deinen Zielen auseinanderzusetzen. 

   - Was möchte ich im nächsten Jahr erreichen? 

   - Welche Qualitäten (z. B. Mut, Geduld, Freude) möchte ich stärken? 

3. Rituale für Loslassen und Neubeginn 

   Rituale können Dir helfen, Dich innerlich zu klären und neu auszurichten. Beispiele: 

   - Schreibe auf, was Du loslassen möchtest, und verbrenne den Zettel symbolisch. 

   - Zünde eine Kerze an und visualisiere Deine Wünsche für das neue Jahr. 


 
 
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